Oberliga Nord · 15. Spieltag
24.04.2007Torschützen
- Marotta 1
- Shapourzadeh 2
- Emerson 1
TuRu - Bendowski 1
- Rodrigues 1
- Tembo 1
Spielbericht
Stadtduell
Düsseldorf - Jahrelang kannte die "Trinker und Raufbolde Union Düsseldorf", in kultivierten Kreisen als Turu bekannt, nur ein Ziel: ihr passenderweise blaue Vereinsfarbe gegen den roten Rivalen aus der Landeshauptstadt in einen sportlichen Wettkampf zu führen. Letzte Saison glückte der Aufstieg und seitdem fieberten alle auf ein Ereignis hin: das Stadtduell.
Auch auf Seiten der Fortuna freute man sich maßlos über den sportlichen Erfolg des kleinen Lokalrivalen. Der bisherige Saisonverlauf ließ vermuten, dass beide Teams gleichwertig einzustufen sind, auch wenn die Fortuna mit Geld nur so um sich warf, während die blauen sich auf bewährte Weise an der viel gerühmten längsten Theke der Welt in Form hielten.
Die Vorzeichen standen also auf eine spannende Partie und dass die Nerven der Akteure blank lagen, zeigte sich spätestens an der Tatsache, dass im ersten Anlauf die "Gäste" in roten Trikots auf den Rasen liefen, die von den roten der Gastgeber schwer zu unterscheiden waren. Zurückgekehrt in blauen Trikots, konnte Turu das Spiel beginnen.
Es ging wie erwartet munter los. Es waren noch keine drei Minuten vergangen, da schoss Luiz Firminho Emerson bereits für die Gastgeber an die Turuer Latte. Der Abpraller geriet zu einem Verteidiger, der gedankenschnell den Gegenangriff einleitete. Die Heimabwehr schien noch nicht vollkommen auf dem Platz angekommen, so dass Milron Tembo ein Solotänzchen durch die gegnerische Hälfte vollführen konnte und mit dem ersten Torschuss der Gäste gelang ihnen die Führung in der 6. Minute. 0:1
Der Beginn eines dem Anlass würdigen Spiels. In der Folgezeit zog sich Turu etwas zurück und ließ den Gastgeber kombinieren, Fortuna gelang jedoch selten in gute Schuss-Positionen und die beste Möglichkeit durch Piero Marotta klatschte lautstark an den rechten Pfosten. Es dauerte bis zur 37. Minute, bis Amir Shapourzadeh durch eine ansehnliche Kombination frei gespielt vor Turus Tormann Patrick Borgmann auftauchte und den ausgleich besorgte. 1:1
Das weckte anscheinend die Offensivgeister der Gäste. In der 44. Minute fasste sich Igor Bendowski ein Herz und prüfte Düsseldorfs Dennis Prostka aus gut 20 Metern. Dieser kam zwar an Turus zweiten Torschuss ran, doch der Ball taumelte dennoch in den Kasten. 1:2
Die Halbzeitpause brach über das Paul-Jahnes-Stadion. Die Zuschauer waren mit dem bisher Gezeigte zufrieden, die Gästefans etwas mehr als ihre roten Pendants, doch die zweite Hälfte sollte noch mehr zu bieten haben.
Turu kam wie entfesselt aus der Pause. In der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte spielten sie die Platzherren an die Wand. In der 59. Minute fiel Dennis Prostka nichts Besseres ein, als eine Flanke direkt auf Paulo Cesar Rodrigues zu klären, der wenig Mühe hatte den Ball gegen zwei Verteidiger zu versenken. Das Spiel schien gelaufen. 1:3
Doch in der Partie ging es um zu viel um aufzustecken. Fortuna wechselte die Formation, Christian Bienemann kam für Bo Svensson in der 62. und auf einmal sah das Spiel völlig anders aus. Schien vorher der Ball wie von Geisterhand immer an blauen Spielern kleben zu bleiben, drehte sich das Glück. Nun spielte sich die Fortuna in einen Rausch. In der 65. Minute nutzte Luiz Firminho Emerson einen Abpraller zum Anschlusstreffer. 2:3
Das ermunterte die Fortuna zu mehr Offensive, die in der 76. Minute durch Piero Marotta belohnt wurde. Wieder machte der Schlussmann Turus keine gute Figur und ließ den Ball durchaus haltbar an sich ins Tor passieren. 3:3
Nun sollte man meinen, hätte die Fortuna einen Lauf, doch mit dem Ausgleich, drehte sich das Spiel wiederum. Nun drückten die Gäste wie wild auf den Fortunen-Kasten, ABER ein Konter besiegelte den Endstand. In der 85. Minute nahm Amir Shapourzadeh eine Flanke an der Strafraumgrenze an mit der Brust an und versenkte das Leder unhaltbar im Winkel. 4:3
Turu versuchte alles und bekam noch zwei gute Chancen, doch mit etwas Glück hielt die Abwehr der Gastgeber dicht. Insgesamt wäre in diesem Spiel jeder Ausgang möglich gewesen. Man hatte phasenweise das Gefühl, dass nicht unbedingt die Trainer für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich waren. Die Trainer nach dem Spiel:
Jochen Mayer (TuRu Düsseldorf): "Erstmal GW an Frank, der trotz den Rückständen nicht den Sand in den Kopf gesteckt hat. Meine Mannschaft war irgendwie nach dem 3:1 nicht mehr auf dem Platz, es gibt Tage und solche Tage, die man gerne schnell wieder vergisst. Wenn man den Sack nicht zu macht geschieht es einem Recht wenn mans vergeigt. Bin Weg!"
Frank Götze (Fortuna Düsseldorf): "So unglücklich wir zu Beginn agierten, so sehr hatte das Glück uns am Ende in die Arme geschlossen. Wir warfen alles nach vorne und hätten auch gut und gerne ganz ohne Punkt den Rasen verlassen können. Ein wichtiger Sieg für die Stadtmeisterschaft. Man darf gespannt sein, wer nach 17 Spielen die Nase vorne hat."
Düsseldorf - Jahrelang kannte die "Trinker und Raufbolde Union Düsseldorf", in kultivierten Kreisen als Turu bekannt, nur ein Ziel: ihr passenderweise blaue Vereinsfarbe gegen den roten Rivalen aus der Landeshauptstadt in einen sportlichen Wettkampf zu führen. Letzte Saison glückte der Aufstieg und seitdem fieberten alle auf ein Ereignis hin: das Stadtduell.
Auch auf Seiten der Fortuna freute man sich maßlos über den sportlichen Erfolg des kleinen Lokalrivalen. Der bisherige Saisonverlauf ließ vermuten, dass beide Teams gleichwertig einzustufen sind, auch wenn die Fortuna mit Geld nur so um sich warf, während die blauen sich auf bewährte Weise an der viel gerühmten längsten Theke der Welt in Form hielten.
Die Vorzeichen standen also auf eine spannende Partie und dass die Nerven der Akteure blank lagen, zeigte sich spätestens an der Tatsache, dass im ersten Anlauf die "Gäste" in roten Trikots auf den Rasen liefen, die von den roten der Gastgeber schwer zu unterscheiden waren. Zurückgekehrt in blauen Trikots, konnte Turu das Spiel beginnen.
Es ging wie erwartet munter los. Es waren noch keine drei Minuten vergangen, da schoss Luiz Firminho Emerson bereits für die Gastgeber an die Turuer Latte. Der Abpraller geriet zu einem Verteidiger, der gedankenschnell den Gegenangriff einleitete. Die Heimabwehr schien noch nicht vollkommen auf dem Platz angekommen, so dass Milron Tembo ein Solotänzchen durch die gegnerische Hälfte vollführen konnte und mit dem ersten Torschuss der Gäste gelang ihnen die Führung in der 6. Minute. 0:1
Der Beginn eines dem Anlass würdigen Spiels. In der Folgezeit zog sich Turu etwas zurück und ließ den Gastgeber kombinieren, Fortuna gelang jedoch selten in gute Schuss-Positionen und die beste Möglichkeit durch Piero Marotta klatschte lautstark an den rechten Pfosten. Es dauerte bis zur 37. Minute, bis Amir Shapourzadeh durch eine ansehnliche Kombination frei gespielt vor Turus Tormann Patrick Borgmann auftauchte und den ausgleich besorgte. 1:1
Das weckte anscheinend die Offensivgeister der Gäste. In der 44. Minute fasste sich Igor Bendowski ein Herz und prüfte Düsseldorfs Dennis Prostka aus gut 20 Metern. Dieser kam zwar an Turus zweiten Torschuss ran, doch der Ball taumelte dennoch in den Kasten. 1:2
Die Halbzeitpause brach über das Paul-Jahnes-Stadion. Die Zuschauer waren mit dem bisher Gezeigte zufrieden, die Gästefans etwas mehr als ihre roten Pendants, doch die zweite Hälfte sollte noch mehr zu bieten haben.
Turu kam wie entfesselt aus der Pause. In der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte spielten sie die Platzherren an die Wand. In der 59. Minute fiel Dennis Prostka nichts Besseres ein, als eine Flanke direkt auf Paulo Cesar Rodrigues zu klären, der wenig Mühe hatte den Ball gegen zwei Verteidiger zu versenken. Das Spiel schien gelaufen. 1:3
Doch in der Partie ging es um zu viel um aufzustecken. Fortuna wechselte die Formation, Christian Bienemann kam für Bo Svensson in der 62. und auf einmal sah das Spiel völlig anders aus. Schien vorher der Ball wie von Geisterhand immer an blauen Spielern kleben zu bleiben, drehte sich das Glück. Nun spielte sich die Fortuna in einen Rausch. In der 65. Minute nutzte Luiz Firminho Emerson einen Abpraller zum Anschlusstreffer. 2:3
Das ermunterte die Fortuna zu mehr Offensive, die in der 76. Minute durch Piero Marotta belohnt wurde. Wieder machte der Schlussmann Turus keine gute Figur und ließ den Ball durchaus haltbar an sich ins Tor passieren. 3:3
Nun sollte man meinen, hätte die Fortuna einen Lauf, doch mit dem Ausgleich, drehte sich das Spiel wiederum. Nun drückten die Gäste wie wild auf den Fortunen-Kasten, ABER ein Konter besiegelte den Endstand. In der 85. Minute nahm Amir Shapourzadeh eine Flanke an der Strafraumgrenze an mit der Brust an und versenkte das Leder unhaltbar im Winkel. 4:3
Turu versuchte alles und bekam noch zwei gute Chancen, doch mit etwas Glück hielt die Abwehr der Gastgeber dicht. Insgesamt wäre in diesem Spiel jeder Ausgang möglich gewesen. Man hatte phasenweise das Gefühl, dass nicht unbedingt die Trainer für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich waren. Die Trainer nach dem Spiel:
Jochen Mayer (TuRu Düsseldorf): "Erstmal GW an Frank, der trotz den Rückständen nicht den Sand in den Kopf gesteckt hat. Meine Mannschaft war irgendwie nach dem 3:1 nicht mehr auf dem Platz, es gibt Tage und solche Tage, die man gerne schnell wieder vergisst. Wenn man den Sack nicht zu macht geschieht es einem Recht wenn mans vergeigt. Bin Weg!"
Frank Götze (Fortuna Düsseldorf): "So unglücklich wir zu Beginn agierten, so sehr hatte das Glück uns am Ende in die Arme geschlossen. Wir warfen alles nach vorne und hätten auch gut und gerne ganz ohne Punkt den Rasen verlassen können. Ein wichtiger Sieg für die Stadtmeisterschaft. Man darf gespannt sein, wer nach 17 Spielen die Nase vorne hat."
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