Oberliga Nord · 33. Spieltag
19.10.2006
Eschwck - Damnitz 2
Erfurt - Baich 1
- Leopold 3
SpVgg 1916 Erkenschwick - der Spielverderber?
(vdfb) Heute sollte es ein Spiel geben in dem es um alles geht. Erfurt musste unbedingt gewinnen und das möglichst hoch, um überhaupt noch eine Chance auf den Aufstieg zu haben.
Die Heimmannschaft steckt immer noch mitten im Abstiegskampf. Das sollte offensiven Fussball von beiden Seiten garantieren.
Und so ging es dann auch los. Erkenschwick rannte mit dem Mut der Verzweiflung die ersten 5 Minuten im Sturmlauf auf das Tor der Thüringer zu. Gefährliche Aktionen konnten aber meist kurz vor oder im 16er entschärft werden.
In Minute 6 war beim ersten Konter der Erfurter Riccardo Baich mit dem Kopf zur Stelle und markierte den Führungstreffer. Allgemeine Stille im Stadion und nun sollte der Sturmlauf der Erfurter beginnen. Nur wenige Zeit später war der Sturmführer Leopold mit seinem 1. Tor zur Stelle. Kurios war, dass sein Torschuss eigentlich ein Pass in die Mitte sein sollte, aber ein Erkenschwicker Abwehrbein fälschte den Ball unhaltbar ab. 0:2
Es sah nach einem Schützenfest aus. Doch die Hemimanschaft gab sich keineswegs auf. Erkenschwick versuchte vornehmlich hinten gut zu stehen und stach das ein oder andere Mal durchaus gefällig nach vorne. So geschah es, sehr zum Ärger des Erfurter Trainers, dass der Mann aus dem zentralen Mittelfeld Damnik, der sich oft in die vorderste Spitze einschaltete erst das 1:2 und später auch das 2:3 noch in der ersten Halbzeit erzielte. Zuvor erhöhte Leopold noch kurz vor der Halbzeit auf 3 Tore für Erfurt.
Halbzeit 2:3
Nach dieser turbulenten 1. Halbzeit in der die doch ansonsten eigentlich offensiv schwachen und defensiv starken Erfurter ein für die gesamte Saison eher untypisches Bild ablieferten.
In der 2. Halbzeit stürmte dann fast nur noch Erfurt. So konnte Leopold auch noch auf 2:4 erhöhen und ein Chancenübergewicht von 13:3 spricht eine klare Sprache. 73% Ballbesitz bestätigen die Überlegenheit ebenso.
Umso ärgerlicher sind die beiden Gegentore, die aber den Kampfeswillen der Erkenschwicker unterstreichen.
Letztlich können diese beiden Tore mitunter das Zünglein an der Wage sein, welche den Aufstieg der Rot-Weißen verhindern.
Daniel Mucha: Das sehe ich anders. Wir haben heute alles gegeben und mutig nach vorne gespielt. Dass da hinten mal was schief geht, damit muss man rechnen. Sollten wir den Aufstieg nicht schaffen, haben wir den Aufstieg garantiert nicht in der Rückrunde verspielt, sondern in der Hinrunde. Wir schauen nun hoffnungsvoll auf unseren Mitkonkurrenten im Aufstiegskampf!