Oberliga Nord · 11. Spieltag
18.04.20086.000 Zuschauer
Torschützen
- Christensen 2
Erfurt - Eigentor 1
Spielbericht
Rot-Weiß rabenschwarz
ein Abend zum Abhaken
Düsseldorf - Terminliche wie technische Schwierigkeiten sorgten für die verspätete Austragung der Partie vom 11. Spieltag und so trafen zwei hoch motivierte Mannschaften getragen von Erfolgswellen im Paul-Janes-Stadion aufeinander. Der Tabellenvierte zu Gast beim Achten; Erfurt in Düsseldorf.
Und das Spiel begann rasant. Erfurt zeigte sofort nachdrücklich, die Siegesserie nicht im Rheinland reißen lassen zu wollen. Die Fortuna hingegen fand nicht ins Spiel, kam immer einen Schritt zu spät, die Raumaufteilung wehrte sich vehement gegen ihre Beherrschung.
Die Gästeführung war nur eine Frage der Zeit. Bekamen die Hausherren den Ball mal unter Kontrolle, brachten sie ihr Angriffspiel kaum in die gegnerische Hälfte. Erfurt kombinierte nach Belieben, bugsierte das Spielgerät jedoch selten in den Strafraum. Zwei Freistöße und vier Ecken blieben die größten Chancen im Beinwald der elfköpfigen Fortuna-Verteidigung.
Es mag aufkeimende Frustration, erste Anzeichen von Ermüdung oder einfach Zufall gewesen sein, dass gegen Ende der ersten Halbzeit auch die Gastgeber hin und wieder länger als drei Sekunden in Ballbesitz waren. Teilweise kamen sie sogar in Nähe des Strafraums um Jens Kern, doch Torgefahr strahlte höchstens als Unterton des Sonnenuntergangs am Horizont. Immerhin geriet eine Punkteteilung in den Bereich des Vorstellbaren.
In der Halbzeitpause wiederholte Dominic Hasenöhrl aus alter Verbundenheit zur Fortuna seinen Ibiza-Tanz. 5.000 elektrisierte Fans jubelten ihm zu. Es gilt zu vermerken: beim Abtritt von der Bühne, begrapschte die Frau ihn und nicht umgekehrt.
Doch zurück zum Sport. Dieser sollte Hälfte zwei leitend begleiten. Emsig suchte Erfurt die Lücke, wollte das Tor, doch Düsseldorf hielt besser dagegen, kam mittlerweile selber zu Offensivaktionen.
In der 59. Minute dann die Szene, von der Erfurts Hintermannschaft heute Nacht geschlossen träumen dürfte, Schweiß gebadet erwachen mit seufzenden Gellschreien auf den Lippen.
Ein öffnender Pass Bienemanns verschafft Alex Meier auf der linken Seite einen Haufen Platz, den er für die Vorbereitung einer Flanke zum winkenden Christensen nutzt. Er visierte dem Elfmeterpunkt an, streichelt den Ball mit dem linken Fuß, die Flugbahn ist gut, so fern man es aus den ersten fünf Metern beurteilen kann, denn ein Erfurter Verteidiger fälscht den Ball unangenehm Richtung eigenen Tores ab, Erfurts Torsteher Kern ist darauf gefasst, doch da kommt ein weiterer Verteidiger an den Ball, köpft ihn zum Schlussmann, so will er wenigstens, denn der Ball bildet einen eleganten Bogen über die Arme Kerns hinweg unter die Latte ins Tor.
Was für ein Stich ins Kämpferherz der Thüringer. Diese wollten das Tor jetzt erst Recht. Mit schierer Willenskraft warfen sie sich auf die rheinische Defensivabteilung. Kraftvoll trugen sie Angriff auf Angriff vor, doch verschaffte das Düsseldorf erste Kontermöglichkeiten. Die Zeit rann aus den Händen Daniel Muchas, die Kraft aus seinen Spielern.
In der 80. Minute dann die Vorentscheidung: Kim Christensen schloss einen Tempogegenzug erfolgreich ab. Erfurt benötigte ein kleines Wunder.
Doch wie so häufig sind sie nicht da, wenn man sie am besten gebrauchen kann. Düsseldorf kontrollierte das Spiel, erhöhte die Führung noch und kam nicht mehr in Gefahr eines Gegentreffers.
Nach 90 Minuten dürften sich die Zuschauer einig sein, dass sich der Spielverlauf für Erfurt denkbar unglücklich gestaltete, dass der Heimsieg vor allem in dieser Höhe in keinster Weise gerechtfertigt war, dass das Rückspiel eine Menge Emotionen bereit halten wird.
Nach dem Spiel stellte sich Trainer Mucha der Presse: "Glückwunsch, mehr gibt es nicht zu sagen!"
Düsseldorfs Trainer Frank Götze: "Da haben wir heute eine enorme Menge unseres Glückkontigents ausgeschöpft. Erfurt wird sich von der ärgerlichen Niederlage erholen und weiter um den Aufstieg mitspielen. Düsseldorf kann sich mit diesem Sieg im Mittelfeld positionieren und ich hoffe, dass die Abstiegsränge uns diese Saison nicht wieder so nah kommen werden wie noch vor zwei Wochen."
ein Abend zum Abhaken
Düsseldorf - Terminliche wie technische Schwierigkeiten sorgten für die verspätete Austragung der Partie vom 11. Spieltag und so trafen zwei hoch motivierte Mannschaften getragen von Erfolgswellen im Paul-Janes-Stadion aufeinander. Der Tabellenvierte zu Gast beim Achten; Erfurt in Düsseldorf.
Und das Spiel begann rasant. Erfurt zeigte sofort nachdrücklich, die Siegesserie nicht im Rheinland reißen lassen zu wollen. Die Fortuna hingegen fand nicht ins Spiel, kam immer einen Schritt zu spät, die Raumaufteilung wehrte sich vehement gegen ihre Beherrschung.
Die Gästeführung war nur eine Frage der Zeit. Bekamen die Hausherren den Ball mal unter Kontrolle, brachten sie ihr Angriffspiel kaum in die gegnerische Hälfte. Erfurt kombinierte nach Belieben, bugsierte das Spielgerät jedoch selten in den Strafraum. Zwei Freistöße und vier Ecken blieben die größten Chancen im Beinwald der elfköpfigen Fortuna-Verteidigung.
Es mag aufkeimende Frustration, erste Anzeichen von Ermüdung oder einfach Zufall gewesen sein, dass gegen Ende der ersten Halbzeit auch die Gastgeber hin und wieder länger als drei Sekunden in Ballbesitz waren. Teilweise kamen sie sogar in Nähe des Strafraums um Jens Kern, doch Torgefahr strahlte höchstens als Unterton des Sonnenuntergangs am Horizont. Immerhin geriet eine Punkteteilung in den Bereich des Vorstellbaren.
In der Halbzeitpause wiederholte Dominic Hasenöhrl aus alter Verbundenheit zur Fortuna seinen Ibiza-Tanz. 5.000 elektrisierte Fans jubelten ihm zu. Es gilt zu vermerken: beim Abtritt von der Bühne, begrapschte die Frau ihn und nicht umgekehrt.
Doch zurück zum Sport. Dieser sollte Hälfte zwei leitend begleiten. Emsig suchte Erfurt die Lücke, wollte das Tor, doch Düsseldorf hielt besser dagegen, kam mittlerweile selber zu Offensivaktionen.
In der 59. Minute dann die Szene, von der Erfurts Hintermannschaft heute Nacht geschlossen träumen dürfte, Schweiß gebadet erwachen mit seufzenden Gellschreien auf den Lippen.
Ein öffnender Pass Bienemanns verschafft Alex Meier auf der linken Seite einen Haufen Platz, den er für die Vorbereitung einer Flanke zum winkenden Christensen nutzt. Er visierte dem Elfmeterpunkt an, streichelt den Ball mit dem linken Fuß, die Flugbahn ist gut, so fern man es aus den ersten fünf Metern beurteilen kann, denn ein Erfurter Verteidiger fälscht den Ball unangenehm Richtung eigenen Tores ab, Erfurts Torsteher Kern ist darauf gefasst, doch da kommt ein weiterer Verteidiger an den Ball, köpft ihn zum Schlussmann, so will er wenigstens, denn der Ball bildet einen eleganten Bogen über die Arme Kerns hinweg unter die Latte ins Tor.
Was für ein Stich ins Kämpferherz der Thüringer. Diese wollten das Tor jetzt erst Recht. Mit schierer Willenskraft warfen sie sich auf die rheinische Defensivabteilung. Kraftvoll trugen sie Angriff auf Angriff vor, doch verschaffte das Düsseldorf erste Kontermöglichkeiten. Die Zeit rann aus den Händen Daniel Muchas, die Kraft aus seinen Spielern.
In der 80. Minute dann die Vorentscheidung: Kim Christensen schloss einen Tempogegenzug erfolgreich ab. Erfurt benötigte ein kleines Wunder.
Doch wie so häufig sind sie nicht da, wenn man sie am besten gebrauchen kann. Düsseldorf kontrollierte das Spiel, erhöhte die Führung noch und kam nicht mehr in Gefahr eines Gegentreffers.
Nach 90 Minuten dürften sich die Zuschauer einig sein, dass sich der Spielverlauf für Erfurt denkbar unglücklich gestaltete, dass der Heimsieg vor allem in dieser Höhe in keinster Weise gerechtfertigt war, dass das Rückspiel eine Menge Emotionen bereit halten wird.
Nach dem Spiel stellte sich Trainer Mucha der Presse: "Glückwunsch, mehr gibt es nicht zu sagen!"
Düsseldorfs Trainer Frank Götze: "Da haben wir heute eine enorme Menge unseres Glückkontigents ausgeschöpft. Erfurt wird sich von der ärgerlichen Niederlage erholen und weiter um den Aufstieg mitspielen. Düsseldorf kann sich mit diesem Sieg im Mittelfeld positionieren und ich hoffe, dass die Abstiegsränge uns diese Saison nicht wieder so nah kommen werden wie noch vor zwei Wochen."
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