MSV Duisburg
1. Liga
Die Zebras und der Blick in die Realität
Wenn man Trainer vom MSV Duisburg ist, dann hat man keinen leichten Job. Die Ansprüche beim ehemaligen Rekordmeister sind aufgrund der Historie riesig und zugleich fast utopisch. So lange Dosenbrot und J1n im VDFB als Trainer tätig sind, wird es mit dem erneuten Gewinn der Meisterschaft nichts werden. Selbst die Vizemeisterschaft gilt als ausgeschlossen, zu groß der Unterschied zur absoluten Elite. Das bedeutet keineswegs der Duisburger Cheftrainer Chefkopf würde an der Wedau einen schlechten Job machen. Ganz im Gegenteil, der zur Saison 29 vom KSV Holstein Kiel nach Duisburg gewechselte Fussballlehrer hat es in den vergangenen Jahren geschafft, dass endlich die Realität in Duisburg heimgekehrt ist. Die Ansprüche sind zwar weiterhin hoch. In dieser Saison wurde Platz 2 als Saisonziel ausgerufen, doch die gegenwärtige Situation wird von den Verantwortlichen in der täglichen Arbeit berücksichtigt. Das bedeutet keine unnötige Unruhe in den Verein zu bringen. Dem Trainerteam das volle Vertrauen schenken und bei Rückschlägen der Mannschaft und ihrem Staff beratend zur Seite stehen. Das hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Zebras zweimal den 3. Platz (S30 + S33) erreichten. Dieser gilt in der heutigen Zeit als "kleine" Meisterschaft, eben weil die ersten beiden Teams uneinholbar erscheinen. In dieser Spielzeit wird es zwar nicht für den Trostpreis reichen, doch nach dem 6. Platz im vergangenen Jahr würde der derzeitige 4. Tabellenplatz einer deutlichen Leistungssteigerung gleichen. Heute gab es einen klaren Heimsieg gegen Borussia Dortmund, der die Top 4 Ansprüche der Zebras noch einmal untermauert. Im Rahmen des heutigen Heimspiels haben wir uns mit dem Sportdirektor Chris Schmoldt unterhalten. Dieser zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung seines Vereins:
"Was ein geiles Spiel oder? *Lach* Wir können wirklich zufrieden sein. Heute und auch mit der Entwicklung in den letzten Jahren. Du musst die Situation in der Liga einschätzen können. Wir wissen, dass uns zur absoluten Elite noch einiges fehlt. Nichtsdestotrotz sollten wir uns nicht verstecken. Wir haben in den letzten Jahren bewiesen, dass wir die Verfolgergruppe anführen können. Diesen Anspruch sollten wir an uns haben und nach diesen Führungsqualitäten streben wir. In dieser Saison befinden wir uns auf einem sehr guten Weg. Werden uns tabellarisch zur Vorsaison wieder verbessern. Leider hatten wir im Pokal kein Losglück, wodurch dieses Abenteuer früher endete als wir es gerne gehabt hätten. Aber das gehört dazu. Natürlich wollen wir irgendwann wieder mit den Fans gemeinsam einen Titel feiern. Daran arbeiten wir. Wenn ich sehe mit welchem Engagement unser Trainerteam täglich mit den Jungs arbeitet, dann geht mir das Herz auf. Wir setzen nun in den letzten Wochen alles daran das Maximale aus dieser Saison rauszuholen. Dann werden wir uns zusammensetzen und hoffentlich gemeinsam die nächste Spielzeit planen. Es gilt den eingeschlagenen Weg mit Ruhe und Kontinuität weiter fortzuführen."