Qualifikationspokal ersetzt Landespokal
In der Nacht zum Mittwoch wurden die Gruppen des neuen Qualifikationspokals ausgelost. Der neue Modus ersetzt den Landespokal. In neun Vierergruppen spielen nun alle Zweit- und Drittligisten um den Einzug in den VDFB-Pokal. Die neun Gruppensieger qualifizieren sich direkt, genau wie die fünf besten Gruppenzweiten. Wir blicken für euch auf die einzelnen Gruppen.

Es wird wohl kein Weg am FC St. Pauli vorbei führen. Die Kiezkicker sind klarer Favorit auf den Gruppensieg und dem damit verbundenen Einzug in die Hauptrunde. Um Platz 2 dürften Waldhof Mannheim und Viktoria Köln kämpfen. Während die Kölner sich auf die Erfahrung ihres Trainers Kevinho verlassen können, ist Waldhof eine kleine Wundertüte. Die Waldhöfer verpflichteten mit Hucki einen in der 2. Liga noch unerfahrenen Trainer. In Mannheim wird es also drauf ankommen, wie schnell die Mannschaft und der neue Coach zueinander finden. Eintracht Frankfurt hat hingegen nur Außenseiterchancen.

In dieser Gruppe trifft pure Erfahrung auf jugendlichen Leichtsinn. Sowohl Energie Cottbus als auch Eintracht Braunschweig verfügen über einen enormen Erfahrungsschatz an der Seitenlinie. Es gibt nur wenige Fussballlehrer, die unsere Liga besser kennen als Blacksnake bzw. Dirk Pagel. In den Jahren zuvor reichte es dennoch nicht für einen Einzug in die Hauptrunde. Für beide Vereine war jeweils im Landespokal Schluss. So geht die Favoritenrolle auf den Gruppensieg nach Osnabrück. Der Zweitligaufsteiger hat mit BratHenne zwar einen deutlich jüngeren Cheftrainer angestellt. Dieser hat in der Vergangenheit aber bereits bewiesen, dass er spielerisch in höhere Gefilden gehört. Kaiserslautern muss sich dagegen mit Neutrainer RedDevil erst einmal beweisen.

Holstein Kiel will nach einem Jahr ohne VDFB-Pokal zurück in den Wettbewerb. Für dieses Vorhaben meinte es die Losfee sehr gut mit den Störchen. Nicht nur, weil mit Borussia Mönchengladbach und Rot-Weiß Essen zwei Drittligisten auf die Kieler warten, sondern vor allem weil Cheftrainer Final gegen alle drei Gegner eine durchweg positive Bilanz aufweisen kann. Das gilt auch für das Duell gegen Zweitligaaufsteiger Hertha BSC. Bleibt Finals Bilanz makellos, dann wird sich der KSV den Gruppensieg sichern.