Der Kiez-Kicker -- Das Pauli Vereinsblatt (15.06.2026)
Die fünfte Ausgabe des Kiez-Kickers!
Magisches Sankt Pauli!
Eine herzliche Begrüßung an alle Fans und Leser des Pauli-Vereinsblatts!
Spieltag 13 – Fortuna Düsseldorf 3:0
Wertung
Leider musste dieses Spiel am grünen Tisch gewertet werden, da Düsseldorf nicht antreten konnte. Drei Punkte die man aber trotzdem gerne mitnimmt.
Spieltag 14 – SSV Jahn Regensburg 3:2
Erster Sieg!
Es ist der erste reguläre Sieg unter Trainer Keanu, und der ist nicht unverdient. Eine insgesamt gute Leistung, welche zwar nicht fehlerfrei, aber dennoch solide ist. Ein generelles, schönes Zusammenspiel der Offensivkräfte, welches durch eine auch grundsolide Leistung der Verteidigung um Innenverteidiger, und Abwehrboss Moussa Niakhate. Vieles wurde kompromisslos wegverteidigt, und die vorderen Reihen machten ihren Job gut. Drei Punkte, über die man sich freuen kann, und welche nach sieben Niederlagen in Folge, helfen.
Spieltag 15 – TSG Hoffenheim 2:2
Die Glückssträhne hält etwas länger an!
Gegen die Sinsheimer fahren die Kiezkicker einen weiteren Punkt ein, und haben damit in zwei Spielen, vier Punkte geholt. Vor allem in diesem Spiel findet Jackson zu neuer Stärke, und stimmt die Funktionäre doch glücklich, dass sie zuvor keinen Abnehmer fanden. Auch die Defensive macht einen guten Job, so kann es gerne weitergehen! Es ist eine ganz kleine Lichtquelle am Ende des Tunnels zu sehen.
Spieltag 16 – Schweinfurt 05 1:7
Weg ist das Licht!
Nach jedem noch so kleinen Höhenflug, eilt die Realität sofort wieder herbei. 7:1. Ein Debakel wie es sonst nur Brasilien 2014 erlebt hat. Uninspiriert, unkoordiniert, unnötig. Kein gutes Spiel der Hamburger, welche zurück in alte Muster verfallen, und es ihrem Coach wahrlich nicht einfach machen.
Spieltag 17 – Bayer Leverkusen 0:6
Klare Sache
Zum Abschluss der Hinrunde ein Spiel das als Definition der Chancenlosigkeit verwendet werde kann. Keine gute Leistung, die von nur 2 (!!) Torschüssen gekrönt wird. Wie zu Beginn der Saison stimmt es vorne und hinten nicht.
Ende der Hinrunde:
An den ersten 17 Spieltagen erlebten wir den ersten Punkt, sowie den ersten Sieg unter Trainer Keanu. Mit einem weiteren Unentschieden gegen Hoffenheim, und den Wertungssieg gegen Düsseldorf, rangiert unsere Elf aktuell auf dem 16. Tabellenplatz, mit acht Punkten, und einer Tordifferenz von -65. Damit stellen wir die schlechteste Offensive der Liga, sowie die zweitschwächste Defensive. Das sich der Ansatz ändern muss ist auch dem Trainerteam klar geworden. Wir hatten die Möglichkeit mit ihnen zu sprechen:
Reporter: Keanu, wie blicken sie auf die Hinrunde zurück?
Trainer Keanu: Definitiv mit gemischten Gefühlen. Wir freuen uns alle riesig, dass wir bereits acht Punkte einfahren konnten. Das war nicht selbstverständlich. Dazu kommt die gute Atmosphäre, rund um den Verein, welche bei der aktuellen Lage ungewöhnlich ist. Die Spieler sind alle weiterhin motiviert, und auch vonseiten der Fans kommt nur Unterstützung. Das muss man trotz all der Niederlagen anerkennen. Dass wir bei einem solchen Umbruch sogar an Stabilität gewinnen, ist eine Meisterleistung unserer Geschäftsführung.
Schlussendlich ist es aber auch so, dass wir mit diesem Kader nicht so spielen dürfen, wie wir es aktuell tun. Da müssen wir uns innerhalb des Trainerteams auch an die eigene Nase fassen, und genau das haben wir getan.
Reporter: Was genau meinen sie, wenn sie sagen, dass sie sich „an die eigene Nase“ gefasst haben?
TK: Wir haben jetzt in den letzten Wochen, in einem großen Team, analysiert, und ausgearbeitet. Wir haben eine Art Playbook mit unseren Spielern erstellt, welches es uns erlaubt ein deutlich größeres Spektrum an Taktiken nutzen zu können. Diese haben wir dann auch in den Testspielen gegen Heidenheim prüfen können, und haben vor allem offensiv eine deutliche Verbesserung feststellen können. Mit viel Training wollen wir dann vorbereitet in die Rückrunde, und die Mission Klassenerhalt starten.
Transferübersicht
Wie angesprochen, führten die Verantwortlichen einen großen Umbruch durch. Dieser scheint abgeschlossen, und sieht wie folgt aus:
Zugänge: (13)
Joshua Zirkzee – für 500.000 von Alemannia Aachen
Tanguy Coulibaly – für 200.000 von TSV 1860 München
Amine Harit – für 330.000 von VfL Wolfsburg
Vini Souza – für 479.000 von Borussia Dortmund
Moussa Niakhate – für 373.000 von DSC Arminia Bielefeld
Niklas Dorsch – für 85.000 von DSC Arminia Bielefeld
Umut Günes – für 502 von SV Elversberg
Lasse Rieß – für 10.000 von TSV 1860 München
Elias Baum – für 204.000 von der Transferleitung
William Boving – für 222.000 von der Transferleitung
Bernardo – für 101 von DSC Arminia Bielefeld
Bence Dardai – für 204.000 von der Transferleitung
Eric Smith – für 250.000 von SSV Ulm
Abgänge: (12)
Semi Belkahia – für 150.000 an FC Schalke 04
Luca Kilian – für 200.000 an FC Augsburg
Baris Atik – für 1.005.000 an FC Schalke 04
Soichiro Kozuki – für 50.000 an FC Schalke 04
Felix Meyer – für 105.000 an SpVgg Fürth
Paul Seguin – für 127.000 an FSV Mainz 05
Tim Oberdorf – für 1 an Fortuna Düsseldorf
Budu Zivzivadze – per Vertragsauflösung an die Transferleitung
Timo Becker – für 408.000 an FC Schalke 04
Marius Bülter – für 125.000 an Jahn Regensburg
Salih Özcan – für 240.000 an SV Elversberg
Andrej Kramaric – 390.000 an SSV Ulm
Was auffällt ist die Tatsache, dass der Umbruch 25 (!!) Spieler umfasst. Der Kader wurde völlig umgekrempelt, und dabei wurde sowohl für die Gegenwart als auch für die Zukunft geplant. Andreas Bornemann hat uns die Aktivitäten erklärt:
AB: Wir haben uns darauf konzentriert den Kader deutlich zu verjüngen, die Qualität aber trotzdem hochzuhalten. Dabei ist es, trotz der Hoffnung den Klassenerhalt zu schaffen, wichtig, für einen potenziellen Abstieg zu planen. Wir haben junge Spieler, die noch Entwicklungszeit brauchen, wie unter anderem Günes, Dardai, Rieß und Arp.
Der neueste Neuzugang, Defensivallrounder Smith, dürfte wohl als Lucky-Punch-Spieler eingeplant sein, der mit seinen langen Pässen in den Schlussminuten für Gefahr sorgen kann.
Darüber hinaus, ist Elias Baum, nach dem Abgang von Kramaric, zum Stamm-Rechtsverteidiger befördert worden, da Robin Fellhauer nun die Rolle des Achters ausfüllt.
Die Abgänge der Leistungsträger Bülter und Kramaric wurden kritisch beäugt, doch die erhofften Leistungen, blieben trotz ihrer großen Erfahrung, aus.
Von weitere Entwicklungen, welche während der letzten Woche des Transferfensters eintreten könnten, werden wir natürlich berichten. Anscheinend gibt es lose Überlegungen, Harit und Niakhate zu verkaufen.
Finanzausblick
Der aufmerksame Leser, hat womöglich schon erkannt, dass unser Verein mit den Transfers, 260.000 Euro im Minus ist. Doch diese hohen Ausgaben, wurden durch leicht geringere Gehaltskosten, sowie Siegprämien ausgeglichen, sodass insgesamt, in der bisherigen Saison, ein Plus von rund 220.000 Euro, zu Buche steht. Damit befindet sich unser Verein in finanziell, äußerst sicheren Gewässern.
Wir blicken gespannt auf die anstehende Rückrunde!
