Kieler Nachrichten (29.04.2026)
Kieler Nachrichten
Langsam gehen selbst den größten Optimisten an der Förde die Erklärungen aus. Holstein Kiel spielt Woche für Woche mindestens auf Augenhöhe, oft sogar besser, mehr Torschüsse, mehr Chancen, mehr Spielanteile. Und trotzdem steht am Ende… natürlich eine Niederlage. Man dachte erst es läge an Werner, der selbst Schüsse aus 2m vergeigt, aber auch der Neue Sesko hat ähnliche Probleme…
Das Paradebeispiel lieferte das Spiel gegen SG Dynamo Dresden: 70. Minute, Kiel führt mit zwei Toren Vorsprung, alles unter Kontrolle. Endstand? 8:7 für Dresden.
Was danach passierte, lässt sich sportlich kaum erklären, es sei denn, man akzeptiert, dass der Fußballgott EA beschlossen hat, selbst mitzuspielen. Und zwar im gegnerischen Team.
Auch in den übrigen Partien das gleiche Muster: Kiel dominiert bzw. spielt mindestens gleichauf.. Kiel spielt, Kiel trifft… nur leider meistens die Latte, den Pfosten oder den gegnerischen Torwart in Bestform.
Besonders bitter: Schon in der letzten Saison war dieses Muster erschreckend konstant. Auch damals ließ man Punkte liegen, die man eigentlich schon sicher hatte, nur um sie in den Schlussminuten wieder herzuschenken.
Die große Frage lautet daher nicht mehr, ob Kiel gut genug ist, sondern welcher Fluch hier eigentlich aktiv ist. Intern denkt man inzwischen sogar laut darüber nach, ob man einfach das Handtuch wirft, bevor der Fußballgott noch kreativere Wege findet, Spiele zu drehen.