Kieler Nachrichten (12.05.2025)
Kieler Nachrichten
Holstein Kiel macht die Beine breit für ganz Fußball-Deutschland
Man kennt es aus dem Bordell: Jeder darf mal ran. Jeder darf rein. Kiel macht die Beine breit!
Nur, dass es bei Holstein Kiel gerade nicht um einen Bordellbesuch geht, sondern um brutal ehrlichen Abstiegskandidaten-Fußball, bei dem der Gegner wahlweise eingeladen wird, Tore zu schießen oder sich gleich selbst eins einzutragen.
Die letzten Resultate sprechen eine deutliche Sprache.
4:9 gegen Elversberg – ach komm, kann passieren.
1:6 gegen Köln – joa, ist halt ’ne gute Truppe mit 5er Kette. Schwer zu spielen
1:5 gegen Unterhaching – Moment mal, WIE BITTE?!
Die Verteidigung von Holstein Kiel wirkt aktuell wie ein schlecht bewachtes Parkhaus: Einfach reinfahren, Ticket ziehen, einnetzen, wieder raus – kein Widerstand, keine Kontrolle, kein Plan. Ob flach, hoch, per Kopf oder aus 30 Metern: Alles darf rein. Tor ist Tor. Kiel ist derzeit das fußballerische Äquivalent zu einer 24/7-geöffneten Selbstbedienungstheke mit dem Slogan: „Heute gibt’s Tore – so viel ihr wollt!“
Trainer Alexander K. soll inzwischen bei Auswärtsspielen mit einem „Herzlich Willkommen“-Banner im Strafraum auflaufen lassen, damit sich die Gäste direkt heimisch fühlen.
Und als wäre das sportliche Desaster nicht schon genug, hat man sich jetzt auch noch die Medienlandschaft angeschaut – und ist dabei auf das sogenannte „Hachinger Sportbladdl“ gestoßen. Dieses dubios glorreiche Meisterwerk der regionalen Berichterstattung hat es tatsächlich geschafft, dreimal in Folge den journalistischen Monatspreis abzuräumen.
Zufall? Oder steckt da mehr dahinter?
Es wird gemunkelt, dass das Bladdl in „sehr engem Kontakt“ mit bestimmten Vereinen steht, die diese Umfrage rein zufällig auch noch mitfinanzieren. Ob da am Ende nicht doch mehr als nur warme Worte und kalte Getränke fließen? Man weiß es nicht.
Kieler Kreise sprechen jedenfalls bereits von einem „Presse-Kartell“. Ein Schelm, wer Böses denkt – aber glücklicherweise hat sich nun das Zeitungskartell eingeschaltet und die nächsten News werden nicht an Haching gehen können, da diese nicht an der nächsten Runde teilnehmen können.
Fazit: Holstein Kiel ist am arsch. Jeder darf treffen, jeder darf feiern, jeder darf mal ran. Und während man in Kiel fleißig Gegentore sammelt, sammelt Haching Pokale für Pressearbeit.
Vielleicht sollten wir das nächste Spiel einfach direkt ausfallen lassen und dafür eine Stadionführung mit Torschussübungen für die Gäste anbieten. Eintritt frei, Bälle inklusive.