Saisonstart: 19.10.2026

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Kieler Nachrichten (16.04.2025)

16.04.2025 Final

Kieler Nachrichten


Holstein Kiel startet in die Saison wie'n löchriger Käse



Die neue Saison ist gerade mal zwei Spieltage alt, aber bei Holstein Kiel weht schon jetzt ein laues Lüftchen der Resignation durch die engen, klammen Katakomben des Stadions. Und das liegt nicht etwa am norddeutschen Wetter, sondern an der Tatsache, dass die Mannschaft in diesen zwei Spielen sage und schreibe 16 Gegentore kassiert hat. Richtig gehört: sechzehn. In Worten: S-E-C-H-Z-E-H-N. Das ist mehr als die Anzahl der Fans, die überhaupt noch realistisch an Klassenerhalt glauben.


Man könnte meinen, Kiel spielt derzeit mit einem 0–0–10-System, wobei die Null nicht nur die Anzahl der Verteidiger beschreibt, sondern auch gleich noch den kollektiven IQ der Transferstrategie im Sommer. Denn – und da darf man ruhig auch mal ein Tränchen verdrücken – mit Bruma (88 Pace), Danso (Abrissbirne im Abwehrzentrum) und Schick (Goalgetter per excellance) hat man die gesamte sportliche Daseinsberechtigung kurzerhand aus dem Verein gespült.


Manager Alexander K., dem viele nun unterstellen, er habe beim Finanzplanen entweder die Augen zugehabt oder auf „Ironman-Schwierigkeitsgrad“ gestellt, wirkt derzeit etwas blass um die Nase. Es wird gemunkelt, er überlege aktuell, einfach Urlaub zu beantragen, bis man auf dem Transfermarkt wieder aktiv werden darf – oder wahlweise auch, um sich ganz weit weg an irgendeinem Südseestrand zu verstecken. Vielleicht mit einem Cocktail in der Hand und dem Gedanken: „War doch nicht so schlimm, oder?“


Die Spieler selbst? Nun ja, während bei der gegnerischen Mannschaft die Tore wie reife Früchte fallen, wirkt die Kieler Defensive, als sei sie kollektiv zum Mittagsschlaf verabredet. Es scheint fast, als habe sich das Team innerlich bereits verabschiedet und spiele nun unter dem Motto: „Dabei sein ist alles – außer beim Verteidigen.“


Die Fans, die noch immer tapfer im Stadion stehen, diskutieren bereits hitzig, ob man künftig nicht einfach mit elf Torhütern antreten solle. Oder vielleicht mit einem Zaun vor dem eigenen Strafraum. Auch die Idee, den Ball künftig nur noch in der gegnerischen Hälfte zu berühren, findet zunehmenden Zuspruch.


Fakt ist: In Kiel brennt der Baum – und zwar lichterloh. Wenn nicht bald mindestens drei neue Spieler verpflichtet werden, ein Wunder geschieht oder der Fußballgott höchstpersönlich eingreift, dann droht der nächste zweistellige Zusammenbruch. Oder, wie man im hohen Norden sagt: „Joah, dat löppt nich.“

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