Kieler Nachrichten (05.01.2025)
Kieler Nachrichten
Kiel stolz in der Winterpause: Mittelfeldplatz trotz schwieriger Umstände
Nach dem dramatischen Klassenerhalt in der letzten Saison, der erst an einem der letzten Spieltage gesichert wurde, kann Holstein Schick mit seiner bisherigen Leistung in dieser Spielzeit durchaus zufrieden sein. Platz 11 mit 23 Punkten nach 17 Spieltagen ist eine respektable Bilanz, insbesondere wenn man bedenkt, mit welchen Herausforderungen das Team von Trainer Final zu kämpfen hatte.
Finanzielle Schwierigkeiten durch Transfer-Pech
Die Verpflichtung von Torhüter Janis Blaswich stellte sich als unerwarteter Stolperstein heraus. Nachdem Stefan Ortega, der ursprünglich als Stammtorwart eingeplant war, plötzlich zu viel Gehalt verlangte und bei anderen Vereinen kein Interesse weckte und schließlich verschenkt werden musste, sprengte der Transfer von Blaswich das Budget. Dies hinterlässt den Verein in der Rückrunde in einer finanziell angespannten Lage. Wie sich das Minus auf dem Konto am Saisonende auswirken wird, bleibt abzuwarten. Es muss versucht werden sich irgendwie Geld durch die Teilnahme an Turnieren oder Tippspielen nebenbei zu verdienen. Ansonsten droht am Ende der Saison die finanzielle Pleite. Es bleibt abzuwarten wie dann das Transferteam rund um deCoo diese Fehlkalkulation werten wird. Das große Problem ist eben auch, dass man keinen Spieler mehr verkaufen kann, weil der Kader so dünn ist.
Online-Lags als unsichtbarer Gegner
Zu den finanziellen Hürden kamen technische Probleme hinzu, die das Team direkt auf dem Platz beeinträchtigten – oder besser gesagt, vor dem Bildschirm. Durch erhebliche Lags wurde Trainer Final in entscheidenden Momenten ausgebremst. Spiele wie gegen Hansa Rostock oder Heidenheim gerieten so außer Kontrolle und mussten trotz guter Leistung regelrecht „verschenkt“ werden. Besonders bitter: Mehrfach brachen Verbindungen ab oder reagierten verzögert, was zu unnötigen Gegentoren führte.
Stolz auf die bisherige Leistung
Trotz all dieser Schwierigkeiten kann Holstein Kiel erhobenen Hauptes in die Winterpause gehen. Im Vergleich zur Vorsaison zeigt das Team eine klare Entwicklung. Patrik Schick, mit 12 Toren, führt die Offensive an und bleibt einer der Top-Stürmer der Liga. Auch wenn die Defensive noch ausbaufähig ist (35 Gegentore), gibt es viele positive Ansätze, die Hoffnung machen.
Blick in die Rückrunde
Mit der Mischung aus sportlicher Stabilität und finanziellen Unsicherheiten wird die Rückrunde für Kiel eine echte Bewährungsprobe. Der Verein wird sich nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits davon beweisen müssen. Die Fans stehen jedoch hinter ihrer Mannschaft, die sich trotz aller Widrigkeiten als kämpferisch zeigt.