Rheinische Post: Fortuna 2069 (09.03.2017)

Pokalsieg!
Düsseldorf. - Auch die Alemannia aus Aachen kann den Höhenflug der Fortuna nicht stoppen. In einem vor allem in der ersten Halbzeit sehr einseitig dominierten Spiel siegten die Fünfundneunziger verdient mit 2:1.
Die Fortuna agierte gegen den Zweitligisten aus einer stabilen Defensive und begann abwartend. Den Gästen vom Tivoli fiel gegen die gut gestaffelten Abwehrreihen der Hausherren wenig ein. Torraumszenen? Fehlanzeige! Den ersten Treffer der Partie erzielte stattdessen Gökhan Töre. Arnold hatte den Spielaufbau der Alemmania erfolgreich in der gegnerischen Hälfte gestört und den Ball in Richtung Mittelstürmer gespitzelt. Dieser drehte sich kurz um, zielte und hämmerte das Leder aus gut 20 Metern ins linke untere Eck (35.). Casteels war hier machtlos.
Mit dieser Führung gingen die Gastgeber in die Pause, um sich nach dem Wechsel noch weiter zurückzuziehen. Dabei gaben sie das Kombinieren jedoch nie auf und narrten die Gäste ein ums andere mal in der eigenen Spielfeldhälfte. Der zweite Treffer fiel dann auch nach einer feinen Ballstaffette im hintersten Drittel, einem klugen Pass an die Mittellinie und einer Steilvorlage auf Lambertz. Der Kapitän eilte allen auf und davon und tauchte allein vor Casteels auf. Doch der Abschluss des Außenstürmers war zu schwach, sodass der Schlussmann parieren konnte. Das Leder sprang zu Rudzinski, der versuchte zu klären. Doch sein Abwehrversuch landete direkt vor den Füßen Alabas, der gedankenschnell zum 2:0 abschloss (67.).
Die Partie schien entschieden. Zehn Minuten vor dem Ende hatte Lambertz sogar noch die Chance auf 3:0 zu erhöhen. Die Schussmöglichkeit, allein am linken Strafraumeck, vereitelte Casteels aber erneut gekonnt.
Aachen warf nun noch einmal alles nach vorne und wurde kurz vor dem Ende tatsächlich belohnt. Pukki tauchte mit dem Ball halbrechts vor der Strafraumgrenze auf. Er chippte die Kugel in die Mitte des Sechzehners, wo Beister lauerte und den Ball per Kopf zurück auf Huntelaar legte. Der Goalgetter der Gäste ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte den einzigen Torschuss des Tages der Aachener nach kurzer Annahme im unteren Eck (85.).
Doch die Fortuna ließ sich nun die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Die Schlussminuten kontrollierte man nun - auch dank der überragenden Passquote - und sicherte sich dadurch den Einzug in die nächste Runde.


