F.C. Hansa Rostock
2. Liga
Hansa mit Überraschung im VDFB-Pokal
Die Kogge hat für eine faustdicke Überraschung im VDFB-Pokal gesorgt. Beim Erstligisten Borussia Dortmund gewannen die von deCoo trainierten Rostocker nach Verlängerung mit 2:1. Das auf dem Papier ungleiche Duell stand unter zwei verschiedenen Sternen. Auf der einen Seite das Aufeinandertreffen eines etablierten Erstligisten gegen ein Team aus dem Unterhaus. Auf der anderen Seite ein Duell zweier Trainer, die sich so gut kennen wie keine anderen Fussballlehrer im VDFB. Und das war wohl auch der entscheidende Punkt, weshalb dem Außenseiter die Überraschung glückte. Rostocks Cheftrainer deCoo gilt als absoluter Fachmann, der die ewige Trainertabelle anführt und der im VDFB gegen keinen anderen Gegner so häufig spielte wie gegen Sec. Auch die Fähigkeiten des langjährigen Dortmunder Trainers, der in der ewigen Tabelle auf dem 9. Platz rangiert, sind über die gesamte Bundesrepublik bekannt. In zuvor 33 absolvierten Partien konnte Sec allerdings nur vier Spiele (Pokal: 0 Siege) für sich entscheiden. Im 34. Duell folgte die 23. Niederlage. Nur gegen Dosenbrot verlor Sec noch häufiger. Da half auch der qualitativ besser besetzte Kader nicht um diese Statistik aufzubessern. Der Zweitligist lauerte auf Konter und wurde bereits in der 19. Minute durch den Führungstreffer von Brobbey belohnt. Beinahe hätten die Kicker von der Ostsee gar auf 0:2 erhöht, doch Brobbey versagten vom Elfmeterpunkt die Nerven. Nur wenige Augenblicke später kam der BVB durch den Treffer von Coman (52.) zum Ausgleich. Fortan hatten die Gäste, die im gegnerischen Ballbesitz von einem 4-2-3-1 System in ein kompaktes 4-4-1-1 System wechselten, Glück, dass die Sec-Elf die Partie nicht komplett drehte. So ging es in die Verlängerung, in der die Hanseaten das glücklichere Ende hatten. Nach 126 gespielten Minuten traf Brobbey zum vielumjubelten Siegtreffer. Durch den prestigeträchtigen Sieg bestätigte die deCoo-Elf die aufstrebende Form nach der Winterpause, die auch im Ligaalltag von Trainerkollegen bewundert wird.