2. Liga · 31. Spieltag
05.08.2026Acht-Tore-Spektakel! Union rettet Punkt in irrem Ost-Derby
Was für ein Fußballfest am 31. Spieltag der 2. Liga im VDFB! Der 1. FC Union Berlin und der F.C. Hansa Rostock lieferten sich ein wahres Torfestival, das mit einem schier unglaublichen 4:4-Unentschieden endete. Ein Punkt, der sich für beide Teams am Ende wie ein Sieg anfühlte und doch so manchen Trainer zur Verzweiflung trieb. Die Eisernen, zu Hause mit einer leichten optischen Unterlegenheit (47% Ballbesitz) und weniger Schüssen (6 zu 7), zeigten sich in der Offensive gnadenlos effektiv.
Die Partie begann furios und nahm sofort Fahrt auf. Es war der F.C. Hansa Rostock, der in der 13. Minute durch Brobbey in Führung ging und damit die Zuschauer in der Alten Försterei früh schockte. Doch Union bewies Moral, und Cuisance sorgte in der 25. Minute für den Ausgleich. Die Freude währte nicht lange, denn Ingelsson brachte die Hanseaten in der 37. Minute erneut in Front. Was dann folgte, war ein Blitz-Doppelschlag, der das Stadion beben ließ: Schick (40., 45.) drehte das Spiel noch vor der Pause und schickte die Hausherren mit einer 3:2-Führung in die Kabinen. Ein Ergebnis, das nach dem xG-Wert (Union 3,2, Hansa 2,7) durchaus gerechtfertigt schien, aber die Rostocker mit ihrer 100% Schusspräzision (Union 83%) aufhorchen ließ.
Wer dachte, die zweite Halbzeit würde ruhiger, sah sich getäuscht. Rostock kam mit neuem Elan aus der Kabine, und erneut war es Ingelsson, der in der 49. Minute den Ausgleich zum 3:3 erzielte. Die Partie wogte hin und her, die Zweikämpfe wurden intensiver (Rostock 32 Zweikämpfe, Union 24), und die Nerven lagen blank. In der 66. Minute schien der 1. FC Union Berlin den Lucky Punch zu setzen, als Cuisance mit seinem zweiten Treffer des Tages die erneute Führung zum 4:3 markierte. Die Köpenicker wähnten sich bereits auf der Siegerstraße, doch der F.C. Hansa Rostock gab sich nicht geschlagen.
In einer dramatischen Schlussphase gelang Krauß in der 78. Minute der viel umjubelte Ausgleich zum 4:4. Ein Treffer, der die Rostocker, die sich in Sachen Pässe (166 zu 141) und Ballbesitz (53%) als das spielbestimmendere Team erwiesen, für ihren Kampfgeist belohnte. Am Ende stand ein Unentschieden, das niemanden wirklich zufriedenstellen konnte, aber allen Beteiligten einen unvergesslichen Fußballabend bescherte. Beide Teams demonstrierten eindrucksvoll, dass in der 2. Liga des VDFB bis zur letzten Sekunde alles möglich ist.



































