2. Liga · 25. Spieltag
13.08.2026Schützenfest am Betzenberg: FCK trotzt Darmstädter Foulspiel zum Sieg
Der 25. Spieltag der 2. Liga lieferte am Betzenberg einmal mehr den Beweis, dass Langeweile ein Fremdwort ist, besonders wenn der 1. FC Kaiserslautern und der SV Darmstadt 98 aufeinandertreffen. Und diesmal, meine Damen und Herren, wurde das Drama, das sich da abspielte, mit einem 4:3 belohnt, welches man so schnell nicht vergessen wird – oder vielleicht doch, je nachdem, wie viele solcher Partien man noch ertragen möchte.
Die Partie begann, wie man es von einem Derby erwarten durfte: mit einem schnellen Treffer. Nach nur drei Minuten zappelte der Ball im Netz der Hausherren, Skarke brachte Darmstadt in Führung. Doch die Freude der Gäste währte nicht lange. Ache hatte da etwas dagegen und glich in der siebten Minute aus – quasi ein Schnellverfahren der Torproduktion. Es war ein wilder Ritt, der sich da entwickelte, bei dem die Pässe flogen (Kaiserslautern mit 214, Darmstadt mit 103) und die Zweikämpfe ebenso. Der Trainer der roten Teufel bemerkte später süffisant, dass Darmstadt für seine Verhältnisse viele Fouls beging. Drei Gelbe Karten für die Gäste untermauerten diese Beobachtung.
Darmstadt schien sich an diesem Abend vorgenommen zu haben, die Führung nicht länger als nötig bei sich zu behalten. So traf Lidberg in der 21. Minute zum 1:2, nur um zwei Minuten später durch Smith Rowe den Ausgleich zu kassieren. Die Lilien, bekannt für ihren teils resoluten Stil, führten im Übrigen 42 Zweikämpfe – mehr als dreimal so viele wie Kaiserslautern. Kurz vor der Pause, quasi als Betthupferl, netzte Harenbrock ein und brachte Kaiserslautern erstmals in Front.
Nach dem Seitenwechsel schalteten die Hausherren, die mit 67% Ballbesitz die Partie klar dominierten, noch einen Gang höher. Cardona erhöhte in der 52. Minute auf 4:2, und manch einer rieb sich verwundert die Augen. Die erwarteten Tore (xG) sprachen mit 4,7 für Kaiserslautern und 3,1 für Darmstadt eine klare Sprache – hier wurden Taten den Zahlen folgen lassen. Auch wenn Lidberg in der 61. Minute noch einmal verkürzte und den Endstand von 4:3 herstellte, blieb der Sieg letztlich in Kaiserslautern. Ein versöhnlicher Ausgang für die Roten Teufel, die in der Liga zuletzt eine kleine Negativserie durchmachten.



































