1. Liga · 16. Spieltag
10.06.2026- 7'StillerVorlage: El Mala
- 13'El MalaVorlage: Amoura
- 16'GoretzkaVorlage: El Mala
- 22'El MalaVorlage: Amoura
- 45'van de VenVorlage: El Mala
- 90'GyökeresVorlage: Diomande
- 10'CernyVorlage: Kamada
- 54'CernyVorlage: Nmecha
- 67'HarderVorlage: Cerny
- 72'NmechaVorlage: Harder
Torfestival in Paderborn: SCP schlägt Ingolstadt mit 6:4 erstes Pflichtspiel vom neuen SCP Trainer
Der SC Paderborn hat sich in einem spektakulären und torreichen Spiel mit 6:4 gegen den FC Ingolstadt durchgesetzt. Die Zuschauer bekamen von der ersten bis zur letzten Minute beste Unterhaltung geboten.
Die Hausherren erwischten einen Traumstart. Bereits in der 7. Minute brachte Stiller den SCP mit 1:0 in Führung. Doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten: Cerny glich nur drei Minuten später zum 1:1 aus (10.).
Paderborn zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und schlug eiskalt zurück. El Mala stellte in der 13. Minute die Führung wieder her, ehe Goretzka nur drei Minuten später mit dem 3:1 nachlegte (16.). Die Gastgeber hatten das Spiel nun fest im Griff. In der 22. Minute war erneut El Mala zur Stelle und erhöhte auf 4:1.
Bis dahin war die Führung vollkommen verdient. Kurz vor der Pause folgte dann ein weiteres Highlight. In der 45. Minute dachte sich van de Ven offenbar, selbst einmal einen Ausflug nach vorne zu unternehmen. Mit einem beeindruckenden Sprint über das gesamte Feld leitete er den Angriff selbst ein. Nach einem sehenswerten Pass von El Mala, der sich an diesem Tag in absoluter Topform präsentierte, stand van de Ven plötzlich allein vor dem Tor. Der Verteidiger blieb cool und schweißte den Ball unhaltbar in den linken Torwinkel zum 5:1-Pausenstand.
Was der Trainer der Gäste in der Kabine gesagt hat, kann man nur erahnen. Fakt ist: Ingolstadt kam wie ausgewechselt aus der Halbzeitpause. Cerny verkürzte in der 54. Minute zunächst auf 5:2. Als Harder in der 67. Minute das 5:3 erzielte und Nmecha nur fünf Minuten später sogar auf 5:4 stellte (72.), war das Spiel plötzlich wieder völlig offen.
Paderborn begann zu wackeln, während Ingolstadt nun auf den Ausgleich drängte. Die Gäste machten weiter Druck, scheiterten jedoch entweder an ihrer eigenen Unkonzentriertheit oder an der nun wieder stabileren SCP-Abwehr. Die Chancen auf das 5:5 waren durchaus vorhanden, doch der Ball wollte nicht mehr ins Tor.
In der Schlussphase warf Ingolstadt schließlich alles nach vorne, um zumindest noch einen Punkt mitzunehmen. Dadurch eröffneten sich Räume für die Gastgeber – und genau das nutzte Paderborn eiskalt aus. In der 90. Minute setzte Viktor Gyökeres den Schlusspunkt unter eine verrückte Partie. Aus rund 16 Metern zog er noch einmal kraftvoll ab, der Ball schlug satt oben links im Eck ein. Das 6:4 bedeutete gleichzeitig den Endstand.
Nach einer überragenden ersten Halbzeit brachte sich der SC Paderborn durch eine schwache Phase nach der Pause noch einmal selbst in Bedrängnis, behielt am Ende aber die Oberhand. Für die Zuschauer war es ein echtes Fußball-Spektakel mit insgesamt zehn Toren.
Trainerstimmen nach dem Spiel
Der Trainer des SC Paderborn zeigte sich nach dem spektakulären 6:4-Erfolg mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten konfrontiert.
„Die ersten 45 Minuten waren eine sehr, sehr gute Halbzeit von uns. Wir haben das Spiel kontrolliert, uns viele Chancen herausgespielt und die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt. Gegen das Gegentor von Cerny waren wir machtlos, das muss man auch ehrlicherweise so sagen. Das hat Ingolstadt perfekt zu Ende gespielt.“
Trotz des deutlichen Vorsprungs zur Pause fand der Paderborner Coach anschließend kritische Worte für den Auftritt seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel.
„Aber was in der zweiten Halbzeit passiert ist, ist nicht akzeptabel. Wir führen 5:1 und lassen den Gegner wieder auf 5:4 herankommen. Da haben uns die nötige Konzentration, die Kompaktheit und auch die Konsequenz gefehlt. So dürfen wir uns nicht präsentieren.“
Am Ende überwog zwar die Freude über die drei Punkte, von Zufriedenheit wollte der Trainer aber nicht sprechen.
„Wir können jetzt zufrieden sein, dass wir die drei Punkte zu Hause behalten haben. Das ist das Wichtigste. Aber wir müssen noch sehr, sehr viel arbeiten. Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, dann müssen wir über 90 Minuten auf diesem Niveau spielen und nicht nur über 45.“