Regionalliga Nord · 8. Spieltag
02.03.2010
KFC
1 : 2
Sparta
deCoo 02.03. Karsten7281
5.000 Zuschauer
Torschützen
KFC
  • Kegel 1
Sparta
  • Meyer 2
Spielbericht
Meyer und Möllering drehen das Ding!

Sparta Göttingen hat das Auswärtsspiel beim KFC Uerdingen überraschend mit 2:1 für sich entschieden. Kegel (8.) hatte die Gastgeber zwar standesgemäß in Front geschossen, doch in den letzten Minuten der Begegnung netzte Meyer zweimal für die Südniedersachsen ein (85., 90.+1)

Es sah zunächst so aus, als würde heute nur auf ein Tor gespielt werden. Uerdingen machte von Beginn an klar, wer hier deutlich favorisiert war. Die ersten Chancen konnte Lauenstein noch entschärfen, doch bei Kegels Führungstreffer war er absolut machtlos. "Ich wollte eigentlich flanken", gestand der begeisterte Hobby-Bowler nach dem Spiel. "Die Flanke war so scharf geschlagen, weil ich alle Neune im Strafraum umnieten wollte. Leider habe ich eine Pumpe geworfen." So drehte sich ein unglaublich schneller Ball in den Winkel des Gäste-Tores, und es stand 1:0.

Was Göttingen ablieferte, machte wenig Hoffung auf die restlichen 82 Minuten. Erst etwa zehn Minuten vor der Pause fanden die Gäste ins Spiel. Möllering musste zweimal glänzend parieren, um Mumbas Fernschüsse zur Ecke zu klären. Wenig später schloss Meyer den schönsten Angriff der ersten Halbzeit mit einem viel zu harmlosen Kopfball ab.

In der zweiten Halbzeit neutralisierten sich beide Teams weitgehend, Sparta agierte nun aber ballsicherer als im ersten Durchgang und kämpfte sich immer besser in die Begegnung. Nachdem beide Trainer gefühlte 36 Mal umgestellt hatten, kam es auch wieder zu Torszenen, allerdings ausnahmslos auf zugunsten der Gastgeber. Da die Möglichkeiten jedoch verpufften, kam es, wie es kommen musste: Ein Pass von Dogan fand die Schnittstelle in der Krefelder Viererkette, in die Meyer hineinstieß und überlegt vollendete - 1:1, fünf Minuten vor dem Ende.

Uerdingen nun sichtlich geschockt, wenig später tauchte der steil über halbrechts geschickte Liesenfeld frei vor Möllering auf. Doch von seiner Kraft und allen guten Geistern verlassen, scheiterte er kläglich.

Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Wohlbemerkt zwischen beiden Strafräumen, nicht etwa ein Festival vergebener Torchancen. Beide Abwehrreihen wussten am heutigen Tag die gegnerischen Angreifer weitgehend in Schach zu halten. Bis in die ersten Minute der Nachspielzeit. "Nur noch weg!" dachte sich Adamu, als er den Ball zum wiederholten Male Mittels Befreiungsschlag am eigenen Strafraum entsorgte. Das Spielgerät landete in der Mitte der gegnerischen Hälfte, und wer tauchte dort völlig frei vor dem leeren Tor auf? Richtig, Christopher Möllering. Aber: Warum nur? Diese Frage wird kein Mensch auf der Welt je beantworten können, und während der Rest im Stadion über diese Frage philosophierte, hatte Maikel Meyer dem Keeper der Gastgeber den Ball längst gemopst und ins leere Tor geschoben. Unglaublich.

Mit 2:1 siegte somit der Gast glücklich, aber nicht vollkommen unverdient. Sparta hatte es geschafft, sich ins Spiel zu kämpfen und die wenigen sich bietenden Chancen clever genutzt. Somit verlassen die Universitätsstädter die Abstiegsränge, während Uerdingen aufpassen muss, den Anschluss nach oben nicht zu verlieren.

  Karsten Schröder: Wow, was für ein Spiel. Das war sicherlich kein fußballerischer Leckerbissen, aber vielleicht kam gerade das uns entgegen. Wir haben dem Gegner am Ende mit Kampf den Schneid abkaufen können, damit bin ich sehr zufrieden. Wir hatten nicht viele Chancen, aber die haben wir gut genutzt.

  Denny A.: Wir hatten heute das 4-3-3 etwas umgebaut, sodass wir mit einem Dreieck im Mittelfeld agiert haben, um kompakter stehen zu können. Nach vorne lief allerdings somit nicht mehr sonderlich viel zusammen. Die Mannschaft hat mich enttäuscht, denn der Wille auf das 2:0 zu gehen war einfach nicht vorhanden. Man war der Meinung, dass man das Ding schon schaukeln würde. So fängt man sich dann das 1:1 und was die gesamte Abwehr sich beim 1:2 geleistet hat wird Konsequenzen haben. Aber das wird intern geregelt. Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich absolut nicht zufrieden. Die Jungs träumen anscheinend zuviel vom Aufstieg. Heute hat man gesehen, dass das absolut kein Thema sein kann.
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