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FC Schalke 04
Nachspielzeit FC Schalke 04 1. Liga
Die Rückkehr vom Mythos Schalke

Saisonvorschau - Dein Team im Fokus (1)

29.09.2026 Fabo


Es ist eine der größten Erfolgsgeschichten der jüngeren Vergangenheit im VDFB. Schalke 04 ist zurück in der 1. Liga. Nach mehreren Jahren purer Drittligatristesse, die Knappen spielten seit der Einführung in der Saison 21 durchgängig drittklassig, schaffte Schalke unter Erfolgscoach Pander den Durchmarsch aus der 3. Liga in die Elite-Liga. Sowohl in der Saison 34, als auch in der abgelaufenen Spielzeit wurde S04 zudem Drittliga- bzw. Zweitligameister. Der Wandel einer grauen Maus aus den Niederungen des VDFBs zurück hin zu einer angesagten Adresse im Spitzensport beruht aus einer Symbiose spielerischer Klasse und wirtschaftlicher Geschicklichkeit.


Während die Mannschaft auf dem Rasen in den letzten Monaten Sieg um Sieg einfuhr, schaffte es der Sportvorstand Frank Baumann in enger Zusammenarbeit mit dem sehr erfahrenen Trainer Pander auf dem Transfermarkt die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die vergangenen Transferphasen dürften Baumann dabei ordentlich ins Schwitzen gebracht haben. Im letzten Sommer verließen gleich 21 Spieler den Verein. Dem Gegenüber standen gar 23 Zugänge. Also allein 44 Transferbewegungen in der abgelaufenen Transferperiode. Im Jahr zuvor waren es bereits 36 Transfers gewesen. Kein anderer Verein transferierte in den letzten beiden Jahren mehr Spieler als S04. Da die Ausgaben überwogen und sich der Kader der Lizenzmannschaft innerhalb der beiden Spielzeiten um 6 Spieler vergrößerte, gaben die Blau-Weißen insgesamt 4,6 Millionen Euro von ihrem Festgeldkonto für Ablösesummen aus. Gelsenkirchen wappnete sich für ein Angriff unter gesundem Menschenverstand.


Was die Mannschaft sportlich in den Folgemonaten der beiden Transferperioden abrief, war durchaus planbar. Die Wahrscheinlichkeit war nämlich groß, dass der zur Saison 34 vom FC St. Pauli nach Gelsenkirchen gewechselte Fussballlehrer Pander eine nachhaltige Entwicklung garantieren würde. Dass der Plan aber so gut und vor allem so schnell aufgeht, könnte ein echter Glücksfall für die Zukunft werden. In der 11. Saison spielte Schalke letztmalig in der 1. Liga. Es folgte der Absturz bis tief in den Abstiegskampf der 3. Liga. Der Komplettabsturz eines Vereins, welcher sich zwar nach ganz viel sehnte, sich aber über die Jahren eingestehen musste im VDFB deutlich ihren Möglichkeiten hinterher zu hängen.

Trotz des großen Namens verbrachte Schalke 04 insgesamt nur sieben Spielzeiten, also lediglich 20% der Spielzeit, in der 1. Liga. In der Saison 3 stiegen die Knappen erstmalig aus der obersten Spielklasse ab, kehrten dann zur Saison 8 ins Oberhaus zurück. Nach vier aufeinanderfolgen Spielzeiten und dem bis dato längsten Aufenthalt der Schalker in Liga 1 folgte der besagte Absturz. Dementsprechend genießt der Cheftrainer Pander aufgrund der jüngsten Ereignisse schon jetzt auf Schalke Legendenstatus. Und der mit 355 Einsätzen an der Seitenlinie sehr erfahrene Fussballlehrer hat in Gelsenkirchen über die beiden Jahre gewisse Möglichkeiten für eine Etablierung des Vereins im Oberhaus geschaffen. Denn trotz der Transferausgaben schloß der Verein das letzte Jahr in der 3. Liga mit einem Plus von etwa 2 Millionen Euro ab. In der abgelaufenen Spielzeit war es trotz der 2,7 Millionen Euro Ausgaben auf dem Transfermarkt immerhin noch ein Nullgeschäft.


So verfügt S04 auch in diesem Jahr über finanzielle Mittel den Kader punktuell zu verstärken. Verstärkungen könnten notwendig werden. Außer Schalke 04 und Sonnenhof Großasbach haben alle anderen Mannschaft mindestens einen Spieler ab Gesamtstärke 80 in ihren Reihen. Ob wir deshalb auch in diesem Sommer wieder zahlreiche Aktivitäten der Knappen auf dem Transfermarkt erleben werden, bleibt schwer einzuschätzen. In diesem Jahr dürfte der Cheftrainer jeden einzelnen Spieler der Aufstiegsmannschaft brauchen. Sead Kolasinac und Edin Dzeko (beide 78) gelten derzeit als stärkste Schalker, dürften allein aufgrund ihrer Erfahrung in der kommenden Saison enorm wichtig werden. Gut möglich, dass sich da noch der ein oder andere Unterschiedsspieler dazu gesellt. Das Saisonziel wird aber ohnehin gleich bleiben. Die Schalker wollen unbedingt die Klasse halten und eine neue Ära in der Elite-Liga prägen. Große Veränderungen im Kader gelten dabei als wahrscheinlich, wenngleich sie nicht unbedingt notwendig wären, besitzt man an der Seitenlinie doch über herausragende Fähigkeiten. Die Marschroute der letzten Jahre wird nach der Rückkehr in den Kreis der absoluten Spitzenmannschaften jedenfalls erhalten bleiben. Mit gesundem Menschenverstand zum Erfolg!

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